Praxis für Ergotherapie & Logopädie Verena Fischer & Team
Praxis für Ergotherapie & Logopädie Verena Fischer & Team

Was ist Logopädie?

In der logopädischen Therapie werden alle Arten von Sprachstörungen, Sprechstörungen, Stimmstörungen und Schluckstörungen behandelt. Zu Beginn einer Therapie werden grundsätzlich eine ausführliche Diagnostik, sowie ein Beratungsgespräch mit den Betroffenen und ihren Angehörigen durchgeführt.

 

Wir bieten Logopädie für Kinder in folgenden Störungsbereichen:

 

Kindliche Sprach und Sprechstörungen/

Sprachentwicklungsstörungen

 

Phonologische Störungen

 

Bei einer phonologischen Störung hat das Kind eine verzögerte Entwicklung oder abweichende Organisation des Lautsystems. Dies führt dazu, dass das Kind Wörter falsch ausspricht. Das Kind spricht das Wort „Treppe“ als „Kreppe“ aus. Oder aus dem Wort „Schlange“ wird das Wort „lange“.

 

Grammatische Störungen (Dysgrammatismus)

 

Eine grammatische Störung kann sich auf Satzebene (Syntax) oder auf morphologische Ebene zeigen. Ist die Satzebene betroffen, zeigen die Kinder falsche Satzstellungen oder lassen Satzteile aus. Ist die morphologische Ebene betroffen können Kinder das Geschlecht (Genus), die Fälle (Kasus), die Zeitform (Tempus) oder die Mehrzahl (Numerus) nicht korrekt anwenden.

 

Semantische Störungen

 

Kinder die Probleme in der Bedeutungsentwicklung oder Wortbedeutung zeigen, können eine semantische Störung haben. Die Kinder verwenden auffallend häufig Oberbegriffe. Statt „Ich essen eine Banane“ sagen sie „Ich esse Obst“. Genauso kann es aber auch sein, dass Oberbegriffe und Kategorien nicht eindeutig sind. So wird der Kuscheltierelefant als Tier und nicht als Spielzeug erkannt.

 

Lexikalisch Störungen

 

Die Kinder zeigen einen kleinen Wortschatz der nicht altersgerecht ist. Das Kind benutz nur wenige Tuwörter (Verben), Hauptwörter (Nomen) oder Wiewörter (Adjektive) Die Ursachen sind vielfältig und können in der Aufnahme, Verarbeitung, Speicherung oder Abruf begründet liegen. Besonders sollen hier die Late Talker genannt werden, bei denen ein verspäteter Sprachbeginn vorliegt.

 

Störung der Kommunikation / Erzählstörung

 

Das Kind zeigt eine auffällige Erzählstruktur (Pragmatik). Das heißt, wichtige Informationen werden nicht genannt, oder die Reihenfolge der erzählten Inhalte ist nicht korrekt, so dass das Kind nicht verstanden wird.

 

Frühintervention bei Sprachentwicklungsstörungen

 

Die frühe Förderung von Kindern mit einem Risiko für eine Sprachentwicklungsstörung, soll dem Kind eine Unterstützung beim Spracherwerb geben, um Folgestörungen zu verhindern.

Phonetische Störungen

 

Artikulationsstörung

 

Werden Laute falsch gebildet oder ersetzt durch andere Laute auf Grund motorischer Probleme, verminderten Hörvermögens durch Mittelohrentzündungen oder falsch erworbener Aussprachemuster handelt es sich um Aussprachestörungen. Die wohl bekannteste Aussprachestörung ist das Lispeln, bei dem die S-Laute zwischen den Zähnen gebildet werden.

 

Kindliche Sprechapraxie

 

Es liegt eine zentrale Störung vor, die die Planung und Programmierung von Sprechbewegungen beeinträchtigt. Es zeigen sich Suchbewegungen, kaum verständliche Äußerungen und Stottersymptome. Dies ist eine sehr seltenes Sprach- bzw. Sprechstörung.

Auditive- Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung

 

Auditive- Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung

 

Hierbei können Kinder Gehörtes nicht adäquat wahrnehmen oder verarbeiten. So kann die Aufmerksamkeit und Lenkung, die Merkfähigkeit, die Lokalisation (Richtungshören), die Analyse (Lauterkennung, im Wort Fisch hört man ein f), Differenzierung (gleich/ nicht gleich), Selektion (Figur- Hintergrund- Unterscheidung) und Zusammensetzen von Lauten (Synthese) und Ergänzungen(z.B. Re- enschirm = Regenschirm) gestört sein.

Störung der phonologischen Bewusstheit (Schriftspracherwerb)

 

Störung der phonlogische Bewusstheit

 

Die phonlogische Bewusstheit ist eine notwendige Voraussetzung für den erfolgreichen Schriftspracherwerb. Störungen in diesem Bereich können das Lesen und Schreiben lernen gravierend erschweren. Zur Phonologischen Bewusstheit gehören Reimen (Haus, Maus, Laus), Silbenzählen (Katze = 2 Silben), Laute zählen (Hase = 4 Laute), Manipulieren von Lauten oder Silben (Haus ohne h = aus) und Wortmaterialien analysieren (Schaf beginnt mit einem sch).

Redeflussstörung

 

Stottern

 

Stottern zeigt sich in Unterbrechungen im Redefluss durch auftretende Wiederholungen (Laut-, Silben und Wortwiederholungen) Dehnungen und Blockaden. Aus einem physiologischen Stottern im Kindesalter (um das 3. Lebensjahr) kann ein chronisches Stottern entstehen, das bei Betroffenen zu einem enormen Leidensdruck führen kann.

 

Poltern

 

Im Redefluss zeigen sich ein erhöhtes Sprechtempo, Hinzufügung von Lauten, Lautumstellungen im Wort, Ersetzungen von Lauten und Silben und Auslassungen von Lauten, Silben und Wörtern.

 

Orofaziale Dysfunktionen

 

Myofunktionelle Störungen

 

Hierbei handelt es sich um eine Schwäche der Muskeln im Gesicht. Sie beeinflussen die Mimik, das Kauen, Zungenbewegungen und Gaumensegelbewegungen. Das Schlucken und die Aussprache können durch eine geschwächte Gesichtsmuskulatur negativ beeinflusst werden.

 

Orofaziale Schluckstörung

 

                (bei Kieferorthopädischer Behandlung, falschen Schluckmuster)

Durch eine geschwächte Zungen- und Kaumuskulatur können falsche Schluckmuster erworben werden, die zu Zahnfehlstellungen führen können. Durch die Kräftigung der Zungen- und Kaumuskulatur und dem Erwerb des korrekten Schluckmusters können kieferorthopädische Behandlungen unterstütz werden.

 

Rhinophonie

 

Ist die Gaumensegelmuskulatur gestört kann es zur Rhinophonie kommen. Dabei können gewünschte nasale Anteile fehlen oder zu viel vorhanden sein.

Kindliche Stimmstörung

 

Kindliche Stimmstörungen

 

Kindliche Stimmstörungen können sich durch einen gepressten Stimmklang, Heiserkeit und Wechsel der Stimmlage zeigen. Häufig klingen die Symptome im Laufe der Pubertät selbstständig ab. Ursache ist häufig eine Überreizung der Stimmfähigkeit. Durch Sensibilisierung des Stimmgebrauchs und Kräftigung der Kehlkopfmuskulatur kann die Symptomatik beeinflusst werden.

Hörstörungen nach Hörgeräteversorgung oder Cochlea Implantation

 

Hörstörungen

 

Nachdem eine Hörstörung diagnostiziert und durch einen HNO- Arzt oder Phoniater behandelt wurde, kann es notwendig sein, dass Kind mit dieser neuen Technik vertraut zu machen und das neu gewonnene Hörvermögen zu trainieren, um eine optimale Versorgung zu erreichen.

Fütter – und Ernährungsstörungen (FST)

 

Fütter – und Ernährungsstörungen (FST)

 

Eine Fütterstörung ist entsprechend der ICD-10 eine rein interaktionell bedingte Störung, die auf Missverständnissen zwischen Eltern und Kind beruht. Diese entstehen durch Sorgen, Ängste und/oder Unsicherheit der Eltern, durch den Autonomiekonflikt, die fehlende Orchestrierung sowie durch über- / unterinvolvierte Elternteile.

Die Störung der Eltern-Kind-Beziehung, die eine FST zur Folge haben kann, wird jedoch häufig durch organische, motorische, sensorische Beeinträchtigungen der Kinder ausgelöst und in Stand gehalten. Sie verstärken und bedingen sich meist gegenseitig.

Ein interdisziplinärerer Ansatz ist aufgrund des Zusammenhangs von Ursache und Wirkung essentiell.

 

Risikogruppen

 

15 – 20% aller Kinder entwickeln eine leichte bis mittelschwere FST

3 – 7%     aller Kinder entwickeln eine schwere FST

80%         aller Kinder mit Entwicklungsstörungen sind von einer FST

                betroffen

 

  • Frühchen
  • Dysmature
  • Kinder mit Entwicklungsstörungen / Regulationsstörungen
  • Kinder mit (schwerer) körperl. und/ oder geist. Beeinträchtigung
  • Kinder mit AD(H)S
  • Kinder mit sehr jungen oder alten Eltern
  • Kinder mit depressiven Elternteilen
  • ...

 

Aufgrund der gravierenden Folgen für die Bindung sowie die geistige und körperliche Entwicklung der Kinder ist das frühe Aufspüren der Warnsignale von größter Wichtigkeit.

 

Zusammenfassung AD(H)S und Fütterstörungen

 

In der Praxis zeigt sich, dass Kinder mit AD(H)S häufig besondere Ernährungsgewohnheiten haben. Sie werden als zu aufgeregt zum Essen beschrieben. Der erhöhte Erregungszustand blockiert das Hungergefühl oder das mangelnde Körpergefühl führt zu einer generell schlechten Einschätzung von satt oder hungrig.

Die Signale die diese Kinder senden sind für die Eltern oft schwer zu lesen, sie führen zu Störungen der Eltern-Kind-Beziehung, die sich in eine Fütterstörung manifestieren können.

Da es in der Entwicklung von Kindern mit AD(H)S häufig zu Überschneidungen mit den Risikofaktoren für das Entstehen einer Fütterstörung kommt, sind diese als Risikogruppe zu betrachten. Ein rechtzeitiges, präventives Eingreifen in die Dynamik ist dementsprechend zur Entlastung der weitere Entwicklung dieser Kinder nötig.

 

Folgen

 

Gedeihstörung

Unterernährung (beeinflusst das ZNS und somit die Entwicklung von Kognition und Sprache)

mangelnde Entwicklung der Mundfunktion (Motorik / Sensorik)

Störung der Kommunikation / Interaktion / Bindung

Verhaltensauffälligkeiten

 

Der/die Patient/-in ist....

  • schläfrigkeit, wenig stimulierbar in der Essenssituation
  • zeigt keinen oder kaum Hunger- oder Durstgefühl
  • ist extrem wählerisch

 

Symptome

 

Die Symptome treten häufig bereits im Säuglingsalter, vorallem aber um das 1. Lebensjahr auf. Sie können sich bis ins jugendliche Alter fortsetzen. Kaum rhythmisches, wenig effektives Trinken und Saugen,

Atemnot, Husten bis hin zu Lungenentzündungen, schlechtes Wachstum, Kopf wegdrehen, Überstrecken, Weinen, Verweigerung,

Würgen bis hin zu Erbrechen, schnelle Ablenkbarkeit, der Übergang zu anderer Nahrung fällt schwer, unruhiges Verhalten in der Essenssituation

 

In unserer Praxis werden desweiteren folgende Krankheitsbilder behandelt:

 

                Lippen- Kiefer- Gaumenspalten

                Down Syndrom

                Autismus

                Mutismus

                Weitere genetische Syndrome


 

Wir bieten Logopädie für Erwachsene in den folgenden Störungsbereichen:


 

 

Erworbene Sprachstörungen bei Erwachsenen

 

Aphasie (Aphemie)

 

Die Aphasie ist eine Sprachstörung. Sie tritt nach Hirnschädigungen auf, die in den für die Sprache wichtigen Hirnarealen entstehen. Diese Hirnschädigungen können durch Schlaganfälle (Insult) Blutungen, Traumata, Hirntumoren, entzündliche oder degenerierende Erkrankungen des Gehirns entstehen. Die Aphasie zeigt sich in der Störung rezeptiver und produktiver Sprachfunktionen. So können Patienten Wortfindungsstörungen, Satzbau- und Grammatikstörung, Schreibstörung und Lesestörung aufzeigen, die je nach Syndrom und Störungsgrad unterschiedlich stark ausgeprägt sein können.

 

Dyslexien


Hierbei handelt es sich um eine erworbene Lesestörung im erwachsenen Alter mit neurologischer Ätiologie (Ursache). Sie kann parallel zu einer Aphasie auftreten.

 

Dysgraphien

 

Eine erworbene Schreibstörung im erwachsenen Alter, wird als Dysgraphie bezeichnet. Auch diese wird durch eine Hirnschädigung verursacht und kann begleitend zu einer aphasischen Sprachstörung auftreten.

Erworbene Sprechstörungen bei Erwachsenen

 

Sprechapraxie

 

Bei der Sprechapraxie, die als Folge einer neurologischen Erkrankung auftreten kann, ist die Planung und Programmierung von Sprechbewegungen gestört. Der Betroffene zeigt zum Beispiel: Suchbewegungen beim Sprechen. Einzelne Laute werden vom Sprecher ausgelassen, hinzugefügt oder ersetzt.

 

Dysarthrophonie (Dysarthrie)

 

Die Folge einer Dysarthrophonie ist die Beeinträchtigung der Steuerung und Ausführung von Sprechbewegungen. Es können die Atemmuskulatur, die Kehlkopfmuskulatur und die Muskulatur der Zunge, der Lippen, der Wangen und des Gaumensegels betroffen sein. Dies hat zur Folge, dass der Betroffene Laute nicht zielgerichtet Formen kann (verwaschen spricht) und seine Stimme (z. Bsp. Tonhöhe, Lautstärke, Stimmklang) nicht situationsgerecht einsetzen kann. Ebenso kann die Sprechatmung betroffen sein, so dass ein Betroffener zu Kurzatmigkeit oder Schnappatmung neigt. Auch ein erhöhtes Sprechtempo oder stark verlangsamtes Sprechtempo, sowie eine veränderter Sprechrhythmus können Folgen einer Dysarthrophonie sein.

Schluckstörungen (Dysphagie)

 

Der Transport fester und/ oder flüssiger Nahrung vom Mund in den Magen ist gestört. Es kann zum Verschlucken (Aspiration), Entgleiten der Nahrung aus dem Mund oder in den Rachenraum (Leaking) oder Eintritt in die Nase (nasale Penetration) kommen. Je nach Störungsgrad und Symptomen kann diese Störung lebensbedrohlich sein. Verschluckt sich der Betroffene ohne zu Husten (stille Aspiration), kann eine Folge eine Lungenentzündung sein. Betroffene nehmen häufig weniger Nahrung und somit auch Nährstoffe zu sich. Dies kann zu einer Mangelernährung und Gewichtsverlust führen. Eine Schluckstörung kann in der oralen Vorbereitungsphase (Beißen, Kauen), oralen (im Mund), pharyngealen (im Rachen) und ösopharyngealen Phase (im Hals) des Schluckaktes auftreten. Ursachen einer Schluckstörung sind Schlaganfälle, Hirnverletzungen, Tumoren, progrediente neurologische Erkrankungen (z. Bsp. M. Parkinson, Demenz, ALS), neuromuskuläre Erkrankungen (z. Bsp.: Botulismus) oder entzündliche Muskelerkrankungen.

Altersbedingte Schluckstörungen (Presbyphagie)

 

Auf Grund physiologischer Alterungsprozesse können auch im Alter Schluckstörungen auftreten. Der Kiefer oder Zahnstatus, die Speichelproduktion und die neuro- motorische Fähigkeiten können stark herabgesetzt sein, wodurch eine altersbedingte Schluckstörung begünstigt wird. Kognitive Prozesse (Ablehnung der Nahrungsaufnahme) sowie bestehende Erkrankungen können eine altersbedingte Schluckstörung begünstigen. Siehe auch Schluckstörungen.

Stimmstörung (organische, funktionelle, psychogene Dysphonie)

 

Stimmstörungen zeigen sich in einem veränderten Stimmklang, herabgesetzter Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit. Die Ursachen werden in organisch, funktionell und psychogen unterschieden. Bei organisch bedingten Stimmstörungen liegen organische Veränderungen am Stimmapparat vor, wie zum Beispiel: Ödeme, Knötchen, Granulome und Tumore. Bei funktionellen Stimmstörungen sind zurzeit keine organischen Veränderungen nachweisbar, jedoch zeigt sich auch hier ein veränderter Stimmklang und eine eingeschränkte Belastbarkeit. Ein gewohnheitsmäßiger Fehlgebrauch kann eine Ursache für die Stimmstörung sein. Außergewöhnliche psychische Belastungen, Stress, traumatische Erfahrungen oder Konflikte können psychogene Stimmstörungen verursachen. Weiter Klassifikationen sind: Mutationsstimmstörung, spastische Dysphonie, Stimmlippenlähmung, angeborene Kehlkopffehlbildungen u.a.

Altersbedingte Stimmstörungen (Presbyphonie)

 

Auf Grund physiologischer Prozesse können Stimmstörungen mit eingeschränkter Belastbarkeit, eingeschränkter Leistungsfähigkeit und einem verändertem Stimmklang entstehen. Siehe auch Stimmstörungen.

Hörstörungen nach Cochlea Implantation

 

Nachdem eine Hörstörung diagnostiziert und durch einen HNO- Arzt behandelt wurde, kann es notwendig sein, das neu gewonnene Hörvermögen zu trainieren, um eine optimale Versorgung zu erreichen.

Redeflusstörungen (Stottern, Poltern)

 

Stottern

 

Stottern zeigt sich in Unterbrechungen im Redefluss durch auftretende Wiederholungen (Laut-, Silben und Wortwiederholungen), Dehnungen und Blockaden. Betroffenen zeigen häufig einen enormen Leidensdruck, der die Lebensqualität stark negativ beeinflusst.

 

Poltern

 

Im Redefluss zeigen sich ein erhöhtes Sprechtempo, Hinzufügung von Lauten, Lautumstellungen im Wort, Ersetzungen von Lauten und Silben und Auslassungen von Lauten, Silben und Wörtern.

Orofaziae Dysfunktionen/ Faziales Parese

 

Faziales Parese

 

Hierbei handelt es sich um eine Lähmung des Nerven der zum Gesicht läuft (N. Faciales, 7. Hirnnerv). Er innerviert die mimischen Muskeln und steuert deren Bewegungen. Das Schlucken und die Aussprache können durch eine Lähmung des Gesichtsnervs negativ beeinflusst werden. Ursachen können Tumore an den Gesichtsnerv oder Entzündungen am Gesichtsnerv sein. Es gibt aber auch Gesichtslähmungen ohne Genese (idiopathische Faziales Parese).

 

Orofaziale Schluckstörung (bei Kieferorthopädischer Behandlung, falschen Schluckmuster)

 

Durch eine geschwächte Zungen- und Kaumuskulatur können falsche Schluckmuster erworben werden, die zu Zahnfehlstellungen führen können. Durch die Kräftigung der Zungen- und Kaumuskulatur und dem Erwerb des korrekten Schluckmusters können kieferorthopädische Behandlungen unterstütz werden.

 

Rhinophonie

 

Ist die Gaumensegelmuskulatur (Gaumenzäpfchen) gestört kann es zur Rhinophonie kommen. Dabei können gewünschte nasale Anteile fehlen oder zu viel vorhanden sein.

Larynektome (Resektion/ Teilresektion des Kehlkopfes)

 

Bei einer totale Larynektomie wird der Kehlkopf entfernt und die Rachenhinterwand verschlossen. Die Luftröhre wird nach außen durch ein Tracheostoma geleitet, so dass eine selbstständige Atmung ermöglicht wird. Dem Betroffenen wird somit das Stimmorgan entfernt wodurch eine normale Kommunikation nicht mehr möglich ist. Durch eine Stimmprothese oder den Erwerb der Ösophagusersatzstimme kann dem Patienten eine orale Kommunikation ermöglicht werden. Gleichzeitig ergeben sich für den Betroffenen erhebliche Einschränkungen im Alltag, zu denen der Betroffene Beratung erhalten kann.

In unserer Praxis werden, zu den oben genannten Störungsbildern auch folgende Krankheitsbilder behandelt:

 

Degenerative Erkrankungen/

progressive Erkrankungen (Fortschreitende Erkrankungen z. B.

  • Morbus Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • Demenz
  • Amyotrophe Lateral Sklerose (ALS)
  • Corea Huntingten
  • Lippen- Kiefer- Gaumen- Spalten

 

 

Wir bieten in unserer Praxis außerdem folgende spezielle Therapiemethoden an:

  • LSVT – Lee Silverman Voice Treatment (Gold Standart, bei M.Parkinson)

  • Reizstromtherapie z. B. bei organischen Stimmstörungen, Faziales Paresen.

  • VocaSTIM

Dieses innovative Therapiekonzept dient dem Stimmtraining durch Reizstrom. Die Stärke des Reizstroms wird exakt auf die jeweilige Indikation und den individuellen Schädigungsgrad abgestimmt.

Diese Methode kann zum Beispiel bei Laryngsparesen, Recurenzparese, Fazialisparese, Dysphagie und Dysartrie angewendet werden.

 

 

Mitglied im DBL
(Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V)



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