Für Erwachsene bieten wir in den folgenden Störungsbereichen Behandlungen in unserer Praxis an:

 

Erworbene Sprachstörungen bei Erwachsenen

  1. Aphasie (Aphemie)

Die Aphasie ist eine Sprachstörung. Sie tritt nach Hirnschädigungen auf, die in den für die Sprache wichtigen Hirnarealen entstehen. Diese Hirnschädigungen können durch Schlaganfälle (Insult) Blutungen, Traumata, Hirntumoren, entzündliche oder degenerierende Erkrankungen des Gehirns entstehen. Die Aphasie zeigt sich in der Störung rezeptiver und produktiver Sprachfunktionen. So können Patienten Wortfindungsstörungen, Satzbau- und Grammatikstörung, Schreibstörung und Lesestörung aufzeigen, die je nach Syndrom und Störungsgrad unterschiedlich stark ausgeprägt sein können.

 

  1. Dyslexien

Hierbei handelt es sich um eine erworbene Lesestörung im erwachsenen Alter mit neurologischer Ätiologie (Ursache). Sie kann parallel zu einer Aphasie auftreten.

 

  1. Dysgraphien

Eine erworbene Schreibstörung im erwachsenen Alter, wird als Dysgraphie bezeichnet. Auch diese wird durch eine Hirnschädigung verursacht und kann begleitend zu einer aphasischen Sprachstörung auftreten.

 

 

  • Erworbene Sprechstörungen bei Erwachsenen

  • Sprechapraxie

Bei der Sprechapraxie, die als Folge einer neurologischen Erkrankung auftreten kann, ist die Planung und Programmierung von Sprechbewegungen gestört. Der Betroffene zeigt zum Beispiel: Suchbewegungen beim Sprechen. Einzelne Laute werden vom Sprecher ausgelassen, hinzugefügt oder ersetzt.

 

  1. Dysarthrophonie (Dysarthrie)

Die Folge einer Dysarthrophonie ist die Beeinträchtigung der Steuerung und Ausführung von Sprechbewegungen. Es können die Atemmuskulatur, die Kehlkopfmuskulatur und die Muskulatur der Zunge, der Lippen, der Wangen und des Gaumensegels betroffen sein. Dies hat zur Folge, dass der Betroffene Laute nicht zielgerichtet Formen kann (verwaschen spricht) und seine Stimme (z. Bsp. Tonhöhe, Lautstärke, Stimmklang) nicht situationsgerecht einsetzen kann. Ebenso kann die Sprechatmung betroffen sein, so dass ein Betroffener zu Kurzatmigkeit oder Schnappatmung neigt. Auch ein erhöhtes Sprechtempo oder stark verlangsamtes Sprechtempo, sowie eine veränderter Sprechrhythmus können Folgen einer Dysarthrophonie sein.

 

 

  • Schluckstörungen (Dysphagie)

Der Transport fester und/ oder flüssiger Nahrung vom Mund in den Magen ist gestört. Es kann zum Verschlucken (Aspiration), Entgleiten der Nahrung aus dem Mund oder in den Rachenraum (Leaking) oder Eintritt in die Nase (nasale Penetration) kommen. Je nach Störungsgrad und Symptomen kann diese Störung lebensbedrohlich sein. Verschluckt sich der Betroffene ohne zu Husten (stille Aspiration), kann eine Folge eine Lungenentzündung sein. Betroffene nehmen häufig weniger Nahrung und somit auch Nährstoffe zu sich. Dies kann zu einer Mangelernährung und Gewichtsverlust führen. Eine Schluckstörung kann in der oralen Vorbereitungsphase (Beißen, Kauen), oralen (im Mund), pharyngealen (im Rachen) und ösopharyngealen Phase (im Hals) des Schluckaktes auftreten. Ursachen einer Schluckstörung sind Schlaganfälle, Hirnverletzungen, Tumoren, progrediente neurologische Erkrankungen (z. Bsp. M. Parkinson, Demenz, ALS), neuromuskuläre Erkrankungen (z. Bsp.: Botulismus) oder entzündliche Muskelerkrankungen.

 

 

  • Altersbedingte Schluckstörungen (Presbyphagie)

Auf Grund physiologischer Alterungsprozesse können auch im Alter Schluckstörungen auftreten. Der Kiefer oder Zahnstatus, die Speichelproduktion und die neuro- motorische Fähigkeiten können stark herabgesetzt sein, wodurch eine altersbedingte Schluckstörung begünstigt wird. Kognitive Prozesse (Ablehnung der Nahrungsaufnahme) sowie bestehende Erkrankungen können eine altersbedingte Schluckstörung begünstigen. Siehe auch Schluckstörungen.

 

 

  • Stimmstörung (organische, funktionelle, psychogene Dysphonie)

Stimmstörungen zeigen sich in einem veränderten Stimmklang, herabgesetzter Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit. Die Ursachen werden in organisch, funktionell und psychogen unterschieden. Bei organisch bedingten Stimmstörungen liegen organische Veränderungen am Stimmapparat vor, wie zum Beispiel: Ödeme, Knötchen, Granulome und Tumore. Bei funktionellen Stimmstörungen sind zurzeit keine organischen Veränderungen nachweisbar, jedoch zeigt sich auch hier ein veränderter Stimmklang und eine eingeschränkte Belastbarkeit. Ein gewohnheitsmäßiger Fehlgebrauch kann eine Ursache für die Stimmstörung sein. Außergewöhnliche psychische Belastungen, Stress, traumatische Erfahrungen oder Konflikte können psychogene Stimmstörungen verursachen. Weiter Klassifikationen sind: Mutationsstimmstörung, spastische Dysphonie, Stimmlippenlähmung, angeborene Kehlkopffehlbildungen u.a.

 

 

  • Altersbedingte Stimmstörungen (Presbyphonie)

Auf Grund physiologischer Prozesse können Stimmstörungen mit eingeschränkter Belastbarkeit, eingeschränkter Leistungsfähigkeit und einem verändertem Stimmklang entstehen. Siehe auch Stimmstörungen.

 

 

  • Hörstörungen nach Cochlea Implantation

Nachdem eine Hörstörung diagnostiziert und durch einen HNO- Arzt behandelt wurde, kann es notwendig sein, das neu gewonnene Hörvermögen zu trainieren, um eine optimale Versorgung zu erreichen.

 

 

  • Redeflusstörungen (Stottern, Poltern)

  • Stottern

Stottern zeigt sich in Unterbrechungen im Redefluss durch auftretende Wiederholungen (Laut-, Silben und Wortwiederholungen), Dehnungen und Blockaden. Betroffenen zeigen häufig einen enormen Leidensdruck, der die Lebensqualität stark negativ beeinflusst.

 

  1. Poltern

Im Redefluss zeigen sich ein erhöhtes Sprechtempo, Hinzufügung von Lauten, Lautumstellungen im Wort, Ersetzungen von Lauten und Silben und Auslassungen von Lauten, Silben und Wörtern.

 

       Orofaziae Dysfunktionen/ Faziales Parese

  • Faziales Parese

Hierbei handelt es sich um eine Lähmung des Nerven der zum Gesicht läuft (N. Faciales, 7. Hirnnerv). Er innerviert die mimischen Muskeln und steuert deren Bewegungen. Das Schlucken und die Aussprache können durch eine Lähmung des Gesichtsnervs negativ beeinflusst werden. Ursachen können Tumore an den Gesichtsnerv oder Entzündungen am Gesichtsnerv sein. Es gibt aber auch Gesichtslähmungen ohne Genese (idiopathische Faziales Parese).

 

  1. Orofaziale Schluckstörung (bei Kieferorthopädischer Behandlung, falschen Schluckmuster)

Durch eine geschwächte Zungen- und Kaumuskulatur können falsche Schluckmuster erworben werden, die zu Zahnfehlstellungen führen können. Durch die Kräftigung der Zungen- und Kaumuskulatur und dem Erwerb des korrekten Schluckmusters können kieferorthopädische Behandlungen unterstütz werden.

 

  1. Rhinophonie

Ist die Gaumensegelmuskulatur (Gaumenzäpfchen) gestört kann es zur Rhinophonie kommen. Dabei können gewünschte nasale Anteile fehlen oder zu viel vorhanden sein.

 

 

  • Larynektome (Resektion/ Teilresektion des Kehlkopfes)

 

Bei einer totale Larynektomie wird der Kehlkopf entfernt und die Rachenhinterwand verschlossen. Die Luftröhre wird nach außen durch ein Tracheostoma geleitet, so dass eine selbstständige Atmung ermöglicht wird. Dem Betroffenen wird somit das Stimmorgan entfernt wodurch eine normale Kommunikation nicht mehr möglich ist. Durch eine Stimmprothese oder den Erwerb der Ösophagusersatzstimme kann dem Patienten eine orale Kommunikation ermöglicht werden. Gleichzeitig ergeben sich für den Betroffenen erhebliche Einschränkungen im Alltag, zu denen der Betroffene Beratung erhalten kann.

 

 

 

In unserer Praxis werden, zu den oben genannten Störungsbildern auch folgende Krankheitsbilder behandelt:

  • Degenerative Erkrankungen/ progressive Erkrankungen (Fortschreitende Erkrankungen z. B.

    • Morbus Parkinson

    • Multiple Sklerose

    • Demenz

    • Amyotrophe Lateral Sklerose (ALS)

    • Corea Huntingten

    • Lippen- Kiefer- Gaumen- Spalten

 

Wir bieten in unserer Praxis folgende spezielle Therapiemethoden an

  • LSVT – Lee Silvermen- Voice- Treatment (Gold Standart, bei M. Parkinson)

  • Reizstromtherapie z. B. bei organischen Stimmstörungen, Faziales Paresen

 

Hier finden Sie uns

Praxis für Ergotherapie & Logopädie

Verena Fischer
Dreyerpfad 1
22415 Hamburg

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